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Spektrum der Wissenschaft

September 2010

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Spektrum der Wissenschaft
Mit der Internationalen Raumstation sind Forscher bald Der Dunklen Materie auf der Spur. In wenigen Monaten beginnt dort ein faszinierendes Experiment: Dann fahndet das 1,5 Milliarden Euro teure Alpha-Magnet-Spektrometer AMS nach "überschüssigen" Positronen in der kosmischen Strahlung. Diese könnten, wie der Aachener Professor Stefan Schael in unserer Titelgeschichte schreibt - er koordiniert die deutschen Beiträge zu dem Projekt -, nämlich die Zerstrahlungsprodukte der lang gesuchten Dunkle-Materie-Partikel sein.

Geringfügige Veränderungen der DNA, die bis vor Kurzem noch als belanglos galten, sind nach neueren Erkenntnissen Auslöser vieler Erkrankungen. Dies berichten Laurence D. Hurst von der britischen University of Bath und Jean V. Chamary in der aktuellen Ausgabe. Damit spielt Die Macht stummer Mutationen nicht nur eine wichtige Rolle in der Evolution, sondern auch in Medizin und Biotechnologie.

Außerdem im Heft:
Vom Werden der Zukunft (Teil drei einer vierteiligen Serie zum Phänomen "Zeit"): Die Vorstellung einer linearen Zeit musste erst erfunden werden; Schutz vor Ölkatastrophen: Sicher bohren in der Tiefsee?; Türme aus Bauklötzchen: Lassen sich Quader so zusammensetzen, dass sie weit über die Tischkante hinausragen?; Experimentieren am Limit: Erste Ergebnisse des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC; und vieles mehr
Editorial
3
» Editorial  kostenfrei
Inhaltsverzeichnis
4
» Inhalt  kostenfrei
Leserbriefe
6
» Leserbriefe  kostenfrei
Spektrogramm
10
» Falsche Verdächtige  kostenfrei
Forschung Aktuell
12
» Molekulare Spinne auf dem Vormarsch
Gezielt hergestellte Strukturen aus der Erbsubstanz DNA sind zu einer Spielwiese für Nanotechnologen geworden. Jetzt konnten US-Forscher eine molekulare Spinne auf einer vorgezeichneten Route über ein "DNA-Origami" krabbeln lassen.
14
» Neues zum Ursprung der Karibik
In der Karibik gab es einst viel mehr Inseln als heute. Außerdem scheint ein gemeinhin als Festlandsockel gedeutetes submarines Plateau aus demselben Flutbasalt zu bestehen wie der Meeresgrund der karibischen See. Das ergab eine sechswöchige Expedition in die Region.
16
» Eine Antenne für die Nanowelt
Forscher haben eine winzige Version der bekannten Dachantenne erzeugt. Wegen ihrer Abmessungen empfängt und sendet sie Wellen allerdings nicht im Radio-, sondern im sichtbaren Spektralbereich. Damit könnte sie als Nano-Spotlight dienen.
18
» Rezeptoren für jeden Geschmack
Vor zehn Jahren identifizierten Forscher die erste molekulare Antenne des Geschmackssinns. Erkenntnisse darüber, wie wir Salziges schmecken, komplettieren jetzt das Bild.
Springers EINWÜRFE
Themen
22
» Mit der ISS der Dunklen Materie auf der Spur
Mit dem Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS), dem bislang aufwändigsten Weltraumobservatorium für geladene kosmische Strahlung, nimmt die Internationale Raumstation die astrophysikalische Grundlagenforschung auf. AMS soll die Dunkle Materie enträtseln helfen, aber auch nach Antimaterie suchen.
Schlichting!
Themen
34
» Experimentieren am Limit   ist kostenfrei
Den weltgrößten Teilchenbeschleuniger kann man nicht einfach einschalten. Angesichts der Komplexität des Large Hadron Collider ist es umso erstaunlicher, dass die Riesenmaschine schon jetzt Ergebnisse liefert.
40
» Die Macht der stummen Mutationen
Geringfügige Veränderungen der DNA, die bis vor Kurzem noch als belanglos galten, sind nach neueren Erkenntnissen Auslöser vieler Erkrankungen. Damit spielen sie nicht nur eine wichtige Rolle in der Evolution, sondern haben auch große Bedeutung für Medizin und Biotechnologie.
Wissenschaft im Rückblick
Themen
50
» Motivieren - aber heimlich
Menschen kann man beeinflussen, ohne dass sie es merken. Psychologen testen Auswirkungen von unterschwellig - nicht bewusst - wahrgenommenen Ereignissen auf das Handeln. Gegen den eigenen Willen lässt der Mensch sich, so folgern die Forscher, allerdings nicht zwingen.
58
» Vom Werden der Zukunft
Die Geburt Christi als Nullpunkt aller Datierung und das Räderwerk der mechanischen Uhr – erst diese Erfindungen des Mittelalters ermöglichten unsere heutige Vorstellungeiner linearen, auf eine ergebnisoffene Zukunft hinlaufenden Zeit.
Mathematische Unterhaltungen
64
» Türme aus Bauklötzen
Kann man lauter gleiche quaderförmige Bauteile ohne weitere Hilfsmittel so zusammensetzen, dass sie beliebig weit über die Tischkante hinausragen? Es geht, und zwar mit weit weniger Aufwand, als man bislang für nötig hielt.
Themen
68
» "Alle Stammbäume sind Schall und Rauch"
Friedemann Schrenk, einer der bekanntesten deutschen Paläoanthropologen, schildert, wie er zu seinen wichtigsten Funden kam und warum der Frühmensch schon viel früher aus Afrika ausgewandert sein dürfte als bislang angenommen.
74
» Schutz vor künftigen Ölkatastrophen
Tankerhavarien werden seltener, dafür steigt das Umweltrisiko durch undichte Pipelines und Bohrlöcher. Forscher und Behörden müssen sich schleunigst auf diesen Wandel einstellen.
78
» Die Spur der Elfenbeinschmuggler
Obwohl der Handel mit Elfenbein seit 20 Jahren verboten ist, töten Wilderer in Afrika derzeit mehr Elefanten denn je. Mit DNA-Analysen der Stoßzähne kommt man den kriminellen Kartellen auf die Spur.
86
» Wasserstoff - Treibstoff der Zukunft
Fast schien es, als hätten Biokraftstoffe und Batterien ihre stärkste Konkurrenz – die lange als Hoffnungsträger gehandelten Brennstoffzellen – aus dem Markt der alternativen Antriebstechnologien gedrängt. Doch nun kündigt sich ein Comeback an.
91
» Abschied vom eigenen Tank
Gegen begrenzte Reichweiten und lange Ladezeiten setzen Ingenieure auf ausgetüftelte Wechselkonzepte und betankbare chemische Batterien.
Rezensionen
98
» Der Koloss von Bletchley Park
Raúl Rojas über "Colossus" von B. Jack Copeland et al.
100
» Der kochende Affe
Frank Ufen über "Feuer fangen" von Richard Wrangham
101
» Von Schwarzen Rauchern und Vampirtintenfischen
Antje Kahlheber über "Tiefsee - von Schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen" von Dagmar Röhrlich
102
» Vom Liebesleben der Schnecken
Wolfgang Zessin über "Von Fallenstellern und Liebesschwindlern" von Werner David
Vorschau
106
» Vorschau  kostenfrei
Weitere Rubriken
» Erzwungene Auszeiten   ist PLUS
Patienten mit Narkolepsie schlafen tagsüber immer wieder unvermittelt ein. Der Grund: Ihr Immunsystem zerstört bestimmte Neurone im Gehirn, die den Schlaf-wach-Rhythmus steuern. Aktuell sind Forscher dabei, die letzten Rätsel dieser Erkrankung zu lösen und neue Therapieansätze zu entwickeln.
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